Bill Anderson leitet den Konzern Bayer im deutschen Leverkusen mit rund 90'000 Mitarbeitenden. Er ist überzeugter Christ und spricht offen über seinen Glauben.
Bayer wurde 1863 als Chemieunternehmen gegründet und ist heute in den Bereichen Gesundheit, Pharma und Agrarwirtschaft tätig. Der Umsatz betrug 2025 rund 46 Milliarden Euro. Seit 2023 ist Bill Anderson CEO von Bayer. Vorher war er CEO von Roche Pharmaceuticals in der Schweiz.
Auf der deutschen Medienplattform «The Pionieer Briefing» erklärt der 1966 geborene Amerikaner, dass sein Glaube ihn dazu bringe, die Welt als Schöpfung eines liebenden Schöpfers zu sehen und Menschen zu helfen. Er bete regelmässig für andere Menschen und sehe Gott als Quelle der Kraft. Auf die Frage, wie Glaube und Gott zum Unternehmen passen, das er leitet, antwortet er: «Alle haben einen Glauben. Manche Menschen glauben an Macht oder an Geld und manche an Beziehungen. Wenn ich also meinen Glauben mit zur Arbeit bringe, mache ich genau das Gleiche, wie alle anderen. Auch ein Atheist bringt seinen Glauben zur Arbeit mit.» Das habe Auswirkungen: Sein Glaube sage ihm, wie er sich bei der Arbeit verhalten soll: «So will ich zum Beispiel unparteiisch sein. Jesus hat uns gelehrt, dass man zu jedem fair sein soll. Es gibt keinen Platz für Vorurteile oder Diskriminierung.» Und weiter: «Gott ruft mich dazu auf, meine Freunde und meine Feinde zu lieben. Das bedeutet, dass ich mein Bestes geben kann, aber ich weiss, dass ich nicht Gott bin. Ich habe nicht alles unter Kontrolle. Das hat nur Gott.»
Auch in der Schweiz gibt es viele Führungskräfte, denen der christliche Glaube und die Bibel wichtig sind. Am nächsten Forum christlicher Führungskräfte am 11. September 2026 in Winterthur werden einige davon berichten.
Markus Baumgartner