«Gott sei Dank ist Montag!», heisst es heute Freitag, 11. September 2026, in der Parkarena in Winterthur. Rund 430 Teilnehmende beleuchten am achten Forum christlicher Führungskräfte, wie der Glaube im Arbeits- und Führungsalltag Hilfe statt Herausforderung ist. Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, und Investmentbanker Ken Costa eröffneten das Forum.
«Ich hoffe, ihr blickt in Zukunft anders auf den Montag.» Mit diesen Worten begrüsste Co-Präsident Markus Baumgartner die Gäste des Forums christlicher Führungskräfte. Dieses dreht sich um die Frage, wie gute Führung aussieht, damit die Mitarbeitenden am Montag gerne zur Arbeit kommen. Mit einer ähnlichen Frage hatte sich Rita Famos im Rahmen eines Buchprojekts befasst: «Führung muss nicht zwingend laut und stark sein», sagte die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz in ihrer Grussbotschaft. Eine Führungspersönlichkeit müsse vielmehr «ansprechbar sein und zuerst einmal zuhören können». Famos betonte, dass gute Führung Bedingungen schaffe, dank denen Mitarbeitende sich entfalten können. Und dank denen sie am Montag eben gerne zur Arbeit kommen.
«Glaube hat Platz»
Glaube am Arbeitsplatz stosse mitunter auf Kritik, «aber es gibt definitiv Platz für ihn». Das betonte Ken Costa, der seit über 40 Jahren als Investmentbanker in London tätig ist und vor 20 Jahren den Bestseller «God at Work» geschrieben hat. Stress gehöre in der heutigen sich ständig verändernden Arbeitswelt zum Alltag. Es sei mitunter schwierig, «dringende» von wirklich «wichtigen» Anliegen zu unterscheiden. Genau hier bilde der Glaube einen stabilen Felsen, an dem man sich festhalten könne. Vom Konzept «Work-Life-Balance» hält Ken Costa nicht viel: Letztlich gehöre auch das Arbeiten zum Leben – angesichts von Digitalisierung und Homeoffice umso mehr. In Zukunft dürfte sich diese Tendenz weiter verstärken. Gerade auch deshalb sollte der Glaube – und damit die Hoffnung auf die Zukunft – am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle spielen: Er schaffe Vertrauen, Zuversicht und eine gewisse Lockerheit, womit man für andere ein Vorbild sein könne.
Perspektive wechseln
Persönliche Einblicke, wie der Glaube ganz konkret in den Arbeitsalltag hineinwirken kann, gaben Daniela Bär und Luca Deon: Architektin Daniela Bär zeigte auf, wie sie angesichts verschiedener beruflicher Rückschläge dank Gottesvertrauen die Lernwabe auf den Weg bringen konnte, mit denen sie die Architektur von Schulräumen revolutionierte. Auch Luca Deon ist Architekt: Er schuf für sein Unternehmen einen ethischen Beirat, um schwierige Fragestellungen zu spiegeln und ganz bewusst auch die christliche Perspektive einfliessen zu lassen. «Mit Gott im Büro ändern sich plötzlich auch die Fragen im Geschäftsalltag», lautete einer seiner Kernsätze am Vormittag des Forums. Im weiteren Verlauf des Forums 2026 referiert am Nachmittag unter anderem Bosch-Manager Thomas Alexander Baader. Schon am Vorabend hatten sich am Young Professionals Forum rund 130 Nachwuchsführungskräfte getroffen.
Forum christlicher Führungskräfte 2026
Das Forum 2026 wird vom nationalen, überkonfessionellen, branchen- und parteiübergreifenden Verein Forum christlicher Führungskräfte organisiert. Co-Präsidenten des Vereins sind Markus Baumgartner und Joel Blunier. Ziel ist, Verantwortungsträgern und Führungskräften aus unterschiedlichsten Bereichen Inspiration, Hoffnung und praxisnahe Lösungsansätze zu vermitteln.
Forum 2026
Freitag, 11. September, 09–18 Uhr
Kongresszentrum Parkarena Winterthur
Young Professionals Forum
Donnerstag, 10. September, 18–22 Uhr
Kongresszentrum gate27 Winterthur
Weitere Informationen
www.forum2026.ch
Weitere Informationen für Redaktionen und Vermittlung von Interviewpartnern:
Roman Salzmann, Mediensprecher, Forum christlicher Führungskräfte, salcom.biz Public Relations, Telefon 071 420 92 21, E-Mail roman.salzmann@salcom.biz